„Wie oft habe ich schon zu hören bekommen, dass ich viel Zeit investieren muss um solch einen Gemüsegarten zu hegen und zu pflegen. Wieviel Arbeit ich mir doch mache und dass diejenigen, die mich so sehr für meinen Garten loben, sich niemals so viel Arbeit machen könnten.

Das Lob beschämt mich, denn ich tue fast nichts, dass mein Salat wächst oder meine Früchte vor Fülle explodieren. Auch Unkraut ist schnell entfernt. Mein Mann und meine Freunde wissen das und grinsen in sich hinein, wenn der Besuch unseren Garten bewundert. Man sieht mich selten bei der Arbeit im Gemüsegarten, dafür aber öfter dort beim Entspannen mit einer Tasse Tee.

Ich habe keinen Stein der Weisen entdeckt noch bin ich eine super Gärtnerin, der jede Pflanze mal so aus dem Daumen wächst. Aber ich bin ein Nerd in Sachen alternative Gartenbücher rund um die Welt. Und ich bin experimentierfreudig. Ich muss es einfach immer irgendwie anders machen als andere. Dazu kommt noch eine gewaltige Portion Vertrauen in die Natur. Das sind wohl die Grundsteine, die mir einen festen Boden in der Selbstversorgung geben.“

Zum Artikel von Nicole Steinfurth auf SEIN.de