Film: Die Transition Bewegung

Was ist eine Transition Town Initiative?

Alles beginnt damit, dass sich eine kleine Zahl motivierter Einzelner innerhalb eines Gemeinwesens zusammenschließt, weil sie die gleiche Sorge umtreibt:

Wie kann unsere Kommune auf die Herausforderungen und Chancen reagieren, die durch das Ölfördermaximum und den Klimawandel entstehen?

Sie bilden zunächst eine Startgruppe und wenden dann das Transition-Modell an, um einen möglichst großen Teil der Einwohner ihrer Kommune dazu zu bringen, sich an einer Energiewendeinitiative zu beteiligen.

Eine Energiewendeinitiative nach dem Transition-Modell  ist ein Gemeinwesen, dessen Bewohner gemeinsam alle möglichen Anstrengungen unternehmen, um dem Ölfördermaximum und dem Klimawandel Paroli zu bieten und Antworten auf die folgende entscheidende Frage zu finden:

Wie können wir angesichts all jener Umstände, die einen Einfluss auf die Erhaltung und das Gedeihen unseres Gemeinwesens haben, unsere Widerstandsfähigkeit und lokale Autonomie bezüglich der Auswirkungen des Ölfördermaximums so hoch wie möglich machen und gleichzeitig eine drastische Reduzierung unserer Kohlendioxidemissionen erreichen, um die Auswirkungen des Klimawandels zu mildern?

Weiterlesen: Transition Initiativen

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Generation „De“ – Zeitalter des Loslassens

Generation De

„Japan hat Erfolg und Grenzen des materiellen Wachstums besonders drastisch erlebt. Eine konstruktive Konsequenz dieser Erfahrung ist die Generation „De“. Christine Ax im Gespräch mit Junko Edahiro.

Christine Ax: Junko, du sprichst und schreibst neuerdings über eine Generation „De“. Was meinst du damit?

Junko Edahiro: Wir beobachten seit längerem eine Entwicklung in der japanischen Gesellschaft, die ich mit drei Begriffen charakterisiere, die mit «De-» beginnen: De-ownership, De-materialization, De-monetization. Darum spreche ich vom Zeitalter des «De-». Die Silbe «De» hat mit Loslassen zu tun. Das erste «De» betrifft den Besitz. Der Trend geht vom Besitzen zum Teilen. Japanische Autohändler versuchen verzweifelt, jungen Leuten Autos zu verkaufen, aber diese entscheiden sich immer öfter dafür, ein Auto zu teilen. Ein Auto zu besitzen ist uncool.“

Zum ganzen Artikel bei Newslichter: http://www.newslichter.de/2015/02/generation-de-zeitalter-des-loslassens/

Kontext TV, die anderen Nachrichten

Kontext TV„Kontext TV ist ein unabhängiges  Nachrichten-magazin, das regelmäßig über Internet und nicht-kommerzielle Radio- und TV-Stationen sendet und  Hintergrundinformationen zu drängenden Gegen-warts- und Zukunftsthemen wie Klimawandel, Krieg und Frieden, Finanzkrise, soziale Gerechtigkeit und Migration liefert. Zu Wort kommen kritische Stimmen aus dem In- und Ausland, die in den Mainstreammedien zu wenig gehört werden.

Kontext TV verzichtet bewusst auf Einnahmen aus Werbung und Sponsoring, um seine Unabhängigkeit zu wahren. Kontext TV wird getragen von Fördermitgliedern im gemeinnützigen Verein Kontext Medien e.V., Spenden und ehrenamtlichen Tätigkeiten.“

Zur Homepage von Kontext TV

Genug. Zufrieden. Achtsam sein.

Nico Paech Befreiung vom Überfluss„Bei der Suche nach den Ursachen für gesellschaftliche Krisen und Probleme rücken immer mehr Menschen die wirtschaftlichen Antriebskräfte in den Vordergrund. Sie möchten die von Wachstum, Wettbewerb und Folgenleugnung bestimmte Ökonomie in eine Kultur des Genug verwandeln, für die insbesondere die Lehre des Buddha viele Anregungen bietet…“

Zum ganzen Artikel von Manfred Folkers in der Winterausgabe 2015 des Achtsamen Lebens : https://www.achtsames-leben.org/bl%C3%A4tterversionen/2015/

Der Junge, der auszog, um Bäume zu pflanzen

„ABäume pflanzen ngefangen hat alles mit einem Schulreferat – heute ist Plant-for-the-Planet eine globale Bewegung mit einem großen Ziel: auf der ganzen Welt Bäume pflanzen, um die Klimakrise zu bekämpfen. Die Schülerinitiative Plant-for-the-Planet wurde 2007 vom 9-jährigen Felix Finkbeiner gegründet.

Inspiriert von Wangari Maathai, die in Afrika in 30 Jahren 30 Millionen Bäume gepflanzt hat, formulierte Felix seine Vision:
 Kinder könnten in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen. Und so auf eigene Faust einen CO2-Ausgleich schaffen, während die Erwachsenen nur darüber reden. Denn jeder gepflanzte Baum entzieht der Atmosphäre pro Jahr ca. 10 kg CO2.

Der erste Baum wurde gepflanzt und Klaus Töpfer, ehemals Bundesumweltminister und Vorsitzender des United Nations Environment Programme (UNEP), wurde Schirmherr.
Felix verspricht der UNEP, dass die Kinder in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen. In den darauffolgenden Jahren entwickelt sich Plant-for-the-Planet zu einer weltweiten Bewegung.
Nach nur 3 Jahren pflanzen die Kinder in Deutschland den millionsten Baum.
Und das tun sie gemeinsam mit den Umweltministern aus Deutschland, Dänemark, Kanada, Mexiko und der Türkei. Die Kinder überzeugen die Umweltpolitiker, wie wichtig ein Weltvertrag basierend auf Klimagerechtigkeit für ihre Zukunft ist.
Außerdem wird die Plant-for-the-Planet Foundation ins Leben gerufen.

Heute sind über 100.000 Kinder weltweit für Plant-for-the-Planet aktiv. 30.000 von ihnen sind Botschafter für Klimagerechtigkeit. Das sind Kinder von 9-12 Jahren, die ihr Wissen auf den Akademien an andere weitergeben und sie ebenfalls zu Botschaftern ausbilden. So erreicht Plant-for-the-Planet möglichst viele Kinder und motiviert sie, für ihre Zukunft aktiv zu werden….“

http://www.plant-for-the-planet.org/de/startseite

Veränderung ist bereits im Gange

VeränderungEin Journalist, der den gleichen Ansatz hat wie dieser Blog. Die Zeitschrift Schrot & Korn hat ihn für die Oktoberausgabe interviewt:

„Klimawandel, Hunger… Der Umweltjounalist und Autor Geseko von Lüpke kritisiert, dass die Medien nur über Probleme berichten. Dabei gäbe es viele alternative Zukunftsentwürfe, über die man sprechen sollte.

Herr von Lüpke, jeden Tag aufs Neue warnen Experten vor den gravierenden ökologischen und sozialen Folgen, wenn der Mensch jetzt nicht umschwenkt. Und doch scheint es, als würde er sich nicht wirklich davon beeindrucken lassen …

Ich denke, der Schein trügt. Es gibt weltweit Initiativen im zweistelligen Millionenbereich, die wie ein globales Immun-system lokal auf solche Fehlentwicklungen reagieren. Wir nehmen sie nur nicht wahr.
Warum nicht?

Zum einen wissen die Initiativen meist selbst nicht, zu welch großen Bewegungen sie mittlerweile gehören. Sie unterschätzen ihre Bedeutung. Zum anderen wird unsere Aufmerksamkeit durch die gängigen Medien von ihnen weggelenkt. Schlagen Sie eine x-beliebige Zeitung auf: Darin geht es zumeist nur um die großen Katastrophen: Klimakrise, Atomunfall, Ölpest, Wassermangel. Mein guter Freund Hans-Peter Dürr, der vor zwei Monaten gestorben ist, hat einmal treffend gesagt: „Ein wachsender Wald macht weniger Krach als ein fallender Baum. Lasst uns auf den wachsenden Wald lauschen.“

Zum ganzen Artikel in der Schrot & Korn…

Holländer bauen Radwege aus Solarmodulen

Solarradwege„Es ist schon merkwürdig: Wir baggern nach Kohle, pumpen Öl aus dem Boden – dabei schickt uns die Sonne Tag für Tag zehntausendmal mehr Energie, als die Menschheit verbraucht. Viele Energieprobleme wären gelöst, würden wir unsere Städte mit Solarzellen pflastern.

Genau das passiert nun in Holland: Das Konsortium SolaRoad baut gerade die erste Solarstraße der Welt. In der Gemeinde Krommenie, nördlich von Amsterdam gelegen, entsteht in diesen Tagen ein 70 Meter langer Fahrradweg aus Solarmodulen. Er soll bis 2016 auf 100 Meter wachsen – und dann genug Strom produzieren, um immerhin bis zu drei Haushalte zu versorgen. “Straßen könnten künftig so auch den Strom produzieren, den Elektroautos, die darauf fahren, verbrauchen”, sagt Sten de Wit, einer der Projektleiter von SolaRoad.“

Zum ganzen Artikel aus der Wirtschaftswoche Green

Bunker Roy: Lernen von einer Barfuß-Bewegung

Bunker RoyIn der Doku „Schluss mit schnell“ wird auch Bunker Roy zitiert. Hier erklärt er seine Vision:

„In Rajasthan, Indien, schult eine aussergewöhliche Schule Frauen und Männer auf dem Land – viele von ihnen Analphabeten – zu Solaringenieuren, Handwerkern, Zahnärzten und Ärzten in ihren eigenen Dörfern. Die Schule heisst Barefoot College [„Barfuss Schule“] und ihr Gründer, Bunker Roy, erklärt wie das funktioniert.“

www.ted.com/talks/bunker_roy

Schluss mit schnell

Schluss mit schnellEine großartige Dokumentation, die im September 2014 auf arte TV lief über den Beschleunigungswahnsinn und die unbedingte Notwendigkeit für die Welt, sich zu ent-schleunigen. Im zweiten Teil der Doku werden eine Reihe vielversprechender Initiativen vorgestellt, (was mich im übrigen zu diesem Blog inspiriert hat):

Zum Film: https://youtu.be/QHMG2XwPLyY

Solidarische Landwirtschaft

Solidarische Landwirtschaft„Ein Konzept der Zukunft

Wie kann heute angesichts des globalen Super-Marktes eine bäuerliche, vielfältige Landwirtschaft erhalten bleiben, die gesunde, frische Nahrungsmittel erzeugt und die Natur- und Kulturlandschaft pflegt?

Bei Solidarischer Landwirtschaft (kurz Solawi) werden die Lebensmittel nicht mehr über den Markt vertrieben, sondern fließen in einen eigenen, durchschaubaren Wirtschaftskreislauf, der von den Teilnehmer*innen mit organisiert und finanziert wird.

Solidarische Landwirtschaft fördert und erhält eine bäuerliche und vielfältige Landwirtschaft, stellt regionale Lebensmittel zur Verfügung und ermöglicht Menschen einen neuen Erfahrungs- und Bildungsraum.

Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, haben meist nur die Wahl entweder die Natur oder sich selbst auszubeuten. Ihre Existenz hängt von Subventionen und  Markt- bzw. Weltmarktpreisen ab. Beide sind Faktoren, auf die sie keinen Einfluss haben und die sie häufig zwingen, über ihre persönliche Belastungsgrenze sowie die von Boden und Tieren zu gehen, oder ganz aus der Landwirtschaft auszusteigen. Auch der ökologische Landbau ist von diesem Mechanismus nicht ausgenommen.

Solidarische Landwirtschaft ist eine innovative Strategie für eine lebendige, verantwortungsvolle Landwirtschaft, die gleichzeitig die Existenz der Menschen, die dort arbeiten, sicherstellt und einen essenziellen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leistet.“

www.solidarische-landwirtschaft.org

Kuhkäse tauschen

Englhorn„Für je 500 Euro bekommen Kunden von Alexander Agethle im Laufe von zehn Jahren 110 Englhörner, die man jedes Jahr in Südtirol gegen Käse eintauschen kann. Oder in München gegen ein Abendessen im Restaurant »Broeding«…“

englhorn.com

Aus dem Artikel aus dem SZ-Magazin Nr. 40, Okt. 2014: Geld kann man nicht essen? Von wegen: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/42256/Geld-kann-man-nicht-essen-Von-wegen

 

Die Zukunft gestalten

Blauer WeinAngesichts der Situation unseres Planeten ist es mir ein Herzensanliegen, Initiativen, Projekte, Menschen … in aller Welt vorzustellen, von denen ich höre oder sehe. Kürzlich lief auf arte ein großartiger Film: „Schluss mit schnell“, und dort wurden u.a. auch solche wegweisenden, Mut machenden Projekte vorgestellt. Das ist so wichtig, weil es einem verdeutlicht, WIE VIEL es schon gibt an anderen Lebensentwürfen, an Selbstermächtigung, an Eigenverantwortlichkeit; geniale Erfindungen und eben jede Menge Menschen, die genau daran arbeiten: diese Welt zu einem wirklich lebenswerten Ort zu gestalten.